Was tun wenn es nicht läuft: Sportpsychologie in Krisenphasen

Was passiert eigentlich, wenn eine Mannschaft in eine Negativspirale gerät? Wenn Ergebnisse ausbleiben, die Körpersprache kippt und das Vertrauen innerhalb des Teams schwindet?

Im Interview mit der Gießener Allgemeinen Zeitung spricht Jules Eyre über genau diese Situationen: über sportpsychologische Arbeit mit Teams in Krisen, den Umgang mit Frust und Scham, mentale Blockaden und das sogenannte „Choking under pressure“.

Ein zentraler Punkt: Krisen müssen offen angesprochen werden. Häufig tragen Spieler*innen, Trainer*innen und Verantwortliche unterschiedliche Erwartungen mit sich herum, ohne sie wirklich auszusprechen. Erst wenn Gefühle, Gedanken und Belastungen benannt werden dürfen, kann ein Team wieder ehrlich planen und handlungsfähig werden.

Kurzfristig können mentale Trainingsformen helfen: etwa Visualisierungen, Drucksimulationen oder gezielte Was-wäre-wenn-Szenarien im Training. Langfristig geht es jedoch um mehr: um Vertrauen, Selbstreflexion, tragfähige Teamkommunikation und die Fähigkeit, Sicherheit in den Grundlagen zurückzugewinnen.

Auch im Nachwuchsleistungssport spielt diese Arbeit eine große Rolle. Gerade junge Athlet*innen brauchen Räume, in denen sie nicht nur über Leistung und Ergebnisse definiert werden. Trainer*innen haben dabei eine wichtige Vorbildfunktion: Sie prägen, ob Fortschritt, Entwicklung und Motivation genauso wichtig sind wie Tabellenplätze und Resultate.

Sportpsychologie bedeutet deshalb nicht nur mentale Stärke im Wettkampf. Sie hilft Athlet*innen und Teams, mit Druck, Identität, Motivation und Krisen konstruktiv umzugehen — im Sport und darüber hinaus.

Das vollständige Interview gibt es hier: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport/sportpsychologe-jules-eyre-ueber-sportliche-krisen-und-wie-man-diese-loest-94256364.html

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